Raspberry Pi

Wie allgemein zu befürchten war ;) konnte ich nicht widerstehen und habe ein paar davon im Einsatz. Die Dinger sind klasse, eigentlich stört daran nur das irgendwie immer mehr davon auftauchen mit der Zeit :D

Stromversorgung

Anscheinend der Teil der vielen Raspberry-Nutzer die meisten Probleme bereitet, jedenfalls ist das mein Eindruck wenn ich mir die Foren so anschaue. Kann sein das ich jetzt doof klinge, aber irgendwie blick ich das Problem nicht. Meine Pi's ziehen im Höchstfall so um die 600mA Strom (A+ mit 2 USB-Sticks die beide eher weniger energieeffizient sind). Mein Pi2 mit WLAN und 2,4GHz Tastaturadapter sowie Zusatzlüfter zieht gerade mal 450mA. Wenn also nicht gerade das allerranzigste Wegwerf-Netzteil zum Einsatz kommt, und das dann auch noch 1000mA liefern kann (was quasi unvermeidlich heutzutage ist, drunter liegt wirklich nur noch Schrott der Extraklasse) sehe ich da keine echten Probleme.
AUF KEINEN FALL sollte der Pi über die USB-Buchsen (also die großen, da wo die Peripherie reinkommt) oder gar über die GPIO-Leiste quasi "rückwärts" eingespeist werden. Warum? Ganz einfach- beide Methoden umgehen die onboard-Sicherung. Da aber auch für USB-IC's, Pfostenleisten sowie Leiterbahnen Belastungsobergrenzen existieren ist das keine der schlaueren Methoden imho.

UpdateScript

Eigentlich vollbanal, aber ich mag es wenn ich sowas mit einem Befehl starten kann.
Systemupdate Raspberry Pi

Strombelastbarkeit der Ausgänge

Also, im Prinzip, so in der Praxis, also eigentlich laienhaft ausgedrückt sind die garnicht belastbar :D
Soll heissen, die Obergrenze liegt bei etwa 2mA (!). Damit fällt es komplett weg LEDs (!!!), Relais oder gar Motoren direkt anzusteuern, mal abgesehen von eher selten anzutreffenden Sonderversionen. Die "normale" LED hat im übrigen so um 20mA Stromaufnahme, bevor jetzt das "ja, aber..." kommt. Theoretisch könnte einer der Pins mit bis zu 16 mA angesteuert werden, was dann fast ausreicht. Selbst schuld wer das ausprobiert. Die Lösung sind entweder Zusatzplatinen mit entsprechender Beschaltung oder man steuert einfach einen (kleinen) Transistor (oder funktional vergleichbares...) an und damit was grösseres.

Wo sind die Analogeingaenge ?

Der ist einfach- nicht da :D Deswegen muss ich mir für mein Filmprojekt auch was basteln. Andernfalls hätte ich einfach einen LDR auf einen Eingang geprokelt und fertig.

triggerEvent Software

Nach meinem ersten Versuch mit einem Pi ein Zeitraffervideo zu machen weiss ich zumindest was ich beim zweiten Versuch anders machen sollte. Einer der Hauptkritikpunkte (für mich) war das ich jede Menge Nacht im fertigen Film hatte, im Sinne von schwarzen Bildern weil wegen kein Licht. Nicht das mich das bei näherem Nachdenkenken hätte überraschen sollen, so bei Aufnahmen fernab von jeder Lichtquelle, aber naja. Eine Lösung über cron fällt meines Erachtens nach auch weg, bei einer Aufnahmedauer von 3 oder mehr Monaten viel zu unflexibel im Sinne von folgt nicht der sich ändernden Tageslänge. Eigentlich ist das einzige was Sinn macht eine Ansteuerung direkt über die Helligkeit. Also braucht es zuerst mal eine Software die die Eingänge des Pi überwacht und bei ausreichend Licht einen Befehl auslöst.

triggerEvent 0.1 triggerEvent gpg - Signatur md5sum triggerEvent.tar.gz die Software überwacht einen konfigurierbaren Eingang mit wählbaren Verzögerungszeiten, schaltet bei Bedarf einen konfigurierbaren Ausgang mit wählbarer Haltezeit und startet ein beliebiges anderes Programm. Läuft entweder standalone oder on demand über cron. Am Kaffeekochen arbeite ich noch ;)
Usage Tip: ich würde es bei Abfragezeiten bis 1/Minute im standalone Betrieb probieren, darüber on Demand per cron.
Bis runter zu etwa 100ms Verzögerungszeit liegt die CPU-Auslastung auf dem Pi1 bei unter 1% (laut top), im unteren 2-stelligen ms Bereich gehts dann hoch mit der Last, bei 0ms Verzögerungszeit macht der Pi nicht mehr allzuviel anderes ;)

An externen Abhängigkeiten wäre da eigentlich nur das zu erwartende wiringPi. Das gibts hier.

Gedanken zum Thema Zeitraffervideo

Ich hatte ja schonmal einen 3 Monate Testlauf gemacht. Hat "im Prinzip" auch einwandfrei funktioniert, allerdings zeigten sich in der Praxis soviele kleine Unebenheiten das ich das ganze erstmal gründlichst überarbeiten will vor dem zweiten Anlauf.
ifwatch - Netzwerkschnittstellen- und Systemmonitor
Vor einer Weile ergab sich, das ich der Meinung war eine Ueberwachung was die Netzwerkschnittstelle so macht und verschiedener anderer Systemzustände wäre dringend angebracht. Klingt ominös, nicht? ;)
Dabei herausgekommen ist dann ifwatch. Überwacht eine Netzwerkschnittstelle, startet bei Bedarf diese Schnittstelle neu, setzt einen Timestamp, überwacht die CPU-Temperatur, logt uptime, überwacht die Dateien in einem beliebigen Verzeichnis auf Veränderung, zeichnet die Datenträgerbelegung auf.
Mal schauen was noch dazukommt :)

ifwatch 0.30
ifwatch 0.40 f805c4e735b85851986aecdcb48ce3a2759aa0456896b599099625502d64e067 compile.sh
65ee5a63ba593303db4e65dbb3ad728f2abdd803ac91678f8f1e5fa0c1be7459 ifwatch
d8f34b30d6f825b3a2b0262ba90052748cbb5543b5096e3c2293e38c8992832b ifwatch.cpp
619144e1177b453503a8f25fb191cdc24afcf84ab6ac8b8d305b27877b4a3f16 install.sh
45f64a8ea6b202eb8d049b7e778a6f20590d9f2a25f3ae6384c14295b0657272 readme.autostart.txt
72ad51a83eff2e7d6e88c682258e5968f0abe1fd68ba042fa09ef0bf3caa51f3 sha256sum.sha
e792f1bcb678c633a75772ba579f4cd475cd1acbf396b81e23248641762cfa86 uninstall.sh

Extremst nützliches Programm
screen

Haltbarkeit der Micro-SD Karte

(oder auch der SD-Karte, was das anbelangt) ....sch...egal. Bevor man es schafft eine Speicherkarte kaputtzuschreiben geht eine Menge Zeit ins Land, da ist ein Ausfall aus anderen, nicht-Schreibzyklen relevanten Gründen weit wahrscheinlicher. In so ziemlich jeder Videokamera (oder auch Dashcam...) ist eine derartige Karte drin. Gegen die Schreibbelastung dort ist alles was der Pi machen kann egal. Und ich sollte aufhören Forenbeiträge zu lesen...

Audio geht nicht

In die /boot/config.txt als seperate Zeile {dtparam=audio=on} reinschreiben. Ohne die Klammern....